Quantencomputer  

Meilensteine einer Maschine

Computer haben erst sehr schlicht angefangen und dann die Welt komplett verändert. Eine Zeitreise

5 Minuten Lesezeit

Text: Christian J. Meier, Illustration: Stefan Dimitrov

Die Nachricht klang recht unscheinbar: Versteckt zwischen Verkehrsnachrichten und Radiomeldungen berichtete die New York Times von einem neuen Gerät namens Transistor. Der Telefonkonzern Bell hatte es der breiten Öffentlichkeit am 1. Juli 1948  zum ersten Mal präsentiert. Für die Erfindung gebe es „viele Verwendungsmöglichkeiten in Radios, wo bislang Elektronenröhren zum Einsatz kommen“, schrieb die Zeitung damals.

So kann man sich täuschen. 70 Jahre später gilt der erste funktionierende Halbleiter oder Transistor vielen als die bedeutendste Erfindung des vergangenen Jahrhunderts. Er treibt heute Milliarden Computer, Fernseher und Mobiltelefone an. Die Entwicklung folgt dabei seit den Achtzigerjahren einem simplen Gesetz: Alle vierundzwanzig Monate verdoppelt sich die Zahl der Transistoren auf den Siliziumchips und damit auch die Computerleistung. Dachte man zumindest bis vor kurzem.

Die Siliziumchips stoßen nämlich zunehmend an die Grenzen der Physik. Schon jetzt werden die Strukturen auf den Chips in Nanometern gemessen, viel kleiner können sie kaum werden.  Abhilfe schafft da nur eine völlig neue Technik, die das Potenzial hat, die Grenzen des klassischen Rechners zu sprengen: Quantencomputer. Den neuen Computern aus Atomen und winzigen Teilchen wird mehr zugetraut als den etagenfüllenden Supercomputer von heute. Sie können Berechnungen nicht mehr nur hintereinander, sondern auch parallel ausführen. Das mögliche Anwendungsfeld der neuen Technik ist immens.

Eine Übersicht der wichtigsten Meilensteine einer Maschine, die das Leben der Menschen verändert hat und ein Ausblick in die Zukunft.

Die Computersprache kennt nur zwei Buchstaben, genauer gesagt Ziffern: 0 und 1. Jede Information,seien es Daten oder Algorithmen, speichert der Computer als Abfolge dieser beiden Ziffern. Zahlen, Wörter, Sätze: Alles wird in diesem sogenannten Binärcode dargestellt, den schon Leibniz benutzte.

.er-layer--intro{background-image:url(_article_intro_image_desktopw2880h2880q70-01ce05f32e09aa7e.jpg);}@media (max-width: 750px){.er-layer--intro{background-image:url(_article_intro_image_mobilew720q70-a4ae18226dae5ca7.jpg);}}.er-parallax--intro{background-image:url(_article_intro_image_desktopw2880h2880q70-01ce05f32e09aa7e.jpg);background-size:cover;}@media (max-width: 750px){.er-parallax--intro{background-image:url(_article_intro_image_mobilew720q70-a4ae18226dae5ca7.jpg);}}