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Der SZ-Klimamonitor

Wie der Mensch die Erde zerstört – und wie wir sie noch retten können. Die wichtigsten Daten und Hintergründe zur größten Krise der Welt.

Weniger als zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter – das ist das Ziel, dem sich 196 Staaten und die EU 2015 in Paris verschrieben haben. Weiter darf die globale Erwärmung nicht voranschreiten. Sonst könnten katastrophale Folgen für den Planeten sehr wahrscheinlich nicht mehr vermieden werden.

Auf dieser Seite wollen wir die wichtigsten Informationen, Erklärungen und Entwicklungen über die Klimakrise, ihre Ursachen und Folgen versammeln. Und jede Woche erscheint hier neu die Kolumne „Klimafreitag“, in der SZ-Autoren im Wechsel über ihre Sicht auf Klimawandel und Umweltpolitik schreiben.

Kolumne „Klimafreitag“

Wie Privatsender das Klima entdecken

Schauen Sie Fernsehen? Mir ist das klassische TV-Programm im Wortsinn ein wenig aus dem Blick gerutscht. Einzelne Sendungen schaue ich mir in Streaming-Plattformen an (die "bitte nicht lachen"-Sendung LOL auf Amazon ist wirklich gut) oder ich greife auf die Mediatheken zu (im ZDF Magazin Royale befasste sich Jan Böhmermann unlängst auf sehenswerte Weise mit Sand). Dass ich aber einfach so in ein laufendes Programm schalte, kommt eigentlich gar nicht mehr vor.

Deshalb bin ich ganz froh, dass die Sender Pro Sieben und RTL in den vergangenen Tagen Meldungen verschickten, die für jede und jeden interessant sind, die sich für Medien und die Umwelt interessieren. Die "Mediengruppe RTL Deutschland" hat nämlich angekündigt, am kommenden Donnerstag zum so genannten Earth Day eine neue Rubrik zu starten, die auch schon im Klimafreitag vorkam: Im vergangenen Sommer schrieben wir hier über die Initiative "Klima vor acht" und deren Plan, mehr Klimaberichterstattung ins deutsche Fernsehen zu bringen. Das haben die Programmverantwortlichen bei RTL offenbar gelesen, jedenfalls wollen sie ein "Klima-Update" genanntes Format senden, das am Donnerstag um 15:40 Uhr und 19:15 Uhr bei ntv läuft und "zudem auch auf RTL.de, ntv.de, geo.de, brigitte.de und stern.de zu sehen" ist.

Klar, das ist ein schöner Marketing-Erfolg, der RTL damit gelungen ist. Denn die Initiative trägt ja den Namen "Klima vor acht", weil sie auf dem prominenten Sendeplatz vor der Tagesschau in der ARD Klimathemen sehen möchte. "Unser Ziel ist weiterhin, die öffentlich-rechtlichen Sender von einem Format wie Klima vor acht zu überzeugen", sagt Friederike Mayer, Pressesprecherin des Projekts deshalb auch.

Es ist dennoch erstaunlich, wie das Privatfernsehen plötzlich das Themenfeld Umwelt und Klimapolitik entdeckt. Denn für die kommende Woche hat auch Pro Sieben eine Programmänderung angekündigt: Am Montagabend wird der Sender um 20.15 Uhr ein Interview ausstrahlen, in dem die Person zu Wort kommt, die für die Grünen das Kanzleramt erobern soll (warum Annalena Baerbock ihrer Meinung nach die bessere Kandidatin ist, hat meine Kollegin Constanze von Bullion übrigens hier aufgeschrieben).

Auch das ist für Pro Sieben (wie für Annalena Baerbock und Robert Habeck) in erster Linie ein schöner Marketingerfolg. Denn wieder sehen die öffentlich-rechtlichen Sender plötzlich alt oder zumindest ein wenig überholt aus. Man könnte aber auch noch mehr am Programm heruminterpretieren. Auf dem Sendeplatz am Montag auf Pro Sieben wird nämlich eigentlich gerade die Serie "Chernobyl" ausgestrahlt - über die meine Kollegin Marlene Weiß hier schon mal geschrieben hatte. Ausgerechnet die Geschichte des Atomunfalls im Jahr 1986 zu unterbrechen, um den ersten Kanzlerkandidaten oder die erste Kanzlerkandidatin der Umweltpartei zu interviewen, das ist schon bemerkenswert.

Glauben Sie, dass die beiden Programmänderungen im Privatfernsehen nachhaltige Veränderungen in der Berichterstattung über Klimapolitik nach sich ziehen? Wünschen Sie sich das auch vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Oder halten Sie es im Gegenteil eher für eine falsche Entwicklung? Schreiben Sie mir an klimafreitag@sz.de. Mich würde auch interessieren, wie Ihnen die Sendungen gefallen haben. Wenn Sie denn überhaupt noch fernsehen - oder zumindest in der kommenden Woche mal einschalten.

Wie Kohlendioxid den Planeten verändert

Dass die Welt vor einer großen Katastrophe steht, hat vor allem mit einem kleinen Molekül zu tun: CO₂. Seit mehr als einem Jahrhundert reichert sich das Treibhausgas Kohlendioxid sukzessive in der Atmosphäre an. Und die Auswirkungen sind dramatisch.

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Wie wir der Klimakrise begegnen können

Die Zeit drängt: Will man die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen – so wie im Pariser Vertrag angestrebt – blieben der Menschheit beim heutigen Tempo nicht einmal mehr sieben Jahre, bis sie gar kein CO₂ mehr emittieren darf. Auch die Corona-Krise macht da kaum einen Unterschied. Die Frage, die nicht nur Klimaaktivisten immer lauter stellen, ist also: Warum passiert so wenig? Und wie lässt sich das ändern?

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Wie sich die erneuerbaren Energien entwickeln

Klimaneutrale Energieversorgung zu 100 Prozent ist möglich - und nötig. Die Erderwärmung lässt sich nur aufhalten, wenn die Versorgung mit Kohlestrom rapide sinkt und unsere Mobilität nicht mehr auf fossilen Brennstoffen fußt. Andere neue Technologien können in der Klimakrise helfen - und die Bürgerinnen und Bürger selbst.

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