Gemeinsinn statt Eigensinn?

Mitmachen beim Bessermachen in der Werkstatt Demokratie

Was ist wichtig?


Was ist das Problem?


Und was können wir besser machen?


Darum geht es in der Werkstatt Demokratie. Einem Projekt, das die SZ gemeinsam mit der Nemetschek Stiftung gestartet hat. Um Menschen in diesem Land miteinander ins Gespräch zu bringen. Und um im Gespräch dieses Land gemeinsam besser zu machen. Deswegen fragen wir in der Werkstatt Demokratie zunächst Sie, was Ihnen wichtig ist - auch und gerade in der Corona-Krise.

Denn durch das Virus wurde Selbstverständliches erschüttert, Zementiertes aufgebrochen - und manches Altbekannte muss nun neu hinterfragt werden. Auch wenn wir uns allmählich eine neue Normalität zusammenzimmern, wird die Corona-Pandemie vieles nachhaltig verändern. Das birgt auch Chancen, zumal wir die Veränderungen mitgestalten können.

In dieser Krise haben wir deshalb drei Aspekte herausgegriffen und zur Abstimmung gestellt - und Sie haben sich in einem Online-Voting für diese Frage entschieden: 

"Gemeinsinn statt Eigensinn - wie gelingt durch die Krise ein besseres Miteinander?" 

Hier finden Sie das Ergebnis der Abstimmung, bei der Ende Mai 1500 Menschen abgestimmt haben:

Was bedeutet also die Corona-Krise für uns und unser Miteinander? Was hat sich verändert, was muss sich noch ändern? Was können wir, gerade in diesen Zeiten verbessern, wie können wir Solidarität leben und stärken? Die SZ-Redaktion hat in den vergangenen Wochen versucht, Antworten auf die gestellte Frage zu finden, Probleme und mögliche Ideen zum Bessermachen zu identifizieren. Jetzt präsentieren wir die Ergebnisse. Den Auftakt macht eine Analyse in Zahlen und Grafiken, wie es überhaupt um die Solidarität in der Bundesrepublik bestellt ist:

In der Hochphase der Corona-Krise wurde von den Balkonen aus für die sogenannten systemrelevanten Beschäftigten geklatscht. Aber was ist vom Applaus geblieben? In dieser digitalen Reportage haben wir die Helden der Krise - vom Krankenpfleger bis zur Putzfrau - gefragt, wie es ihnen ergangen ist, was sich seitdem für sie verändert hat und was ihre Wünsche für die Zukunft sind:

In diesem Experteninterview reden wir mit einem der einflussreichsten Soziologen im deutschsprachigen Raum, Andreas Reckwitz von der Humboldt-Uni Berlin, über die gesellschaftlichen Veränderungen, die Corona mit sich brachte und bringt - und welche Probleme gerade durch die Krise stärker zum Vorschein kommen.

Als Abschluss des Themenpakets und als Anstoß zum Diskutieren fragen wir uns und Sie: Was haben wir aus dieser Zeit gelernt? Was sollten wir aus ihr lernen? Die Welt wird nach Corona anders aussehen, aber wie? Das müssen wir aushandeln und als demokratische Gesellschaft entwickeln und entscheiden. Was wir in jedem Fall beibehalten sollten, wird hier erläutert:

Nicht nur lesen - mitgestalten

Jede und jeder kann Teil der Werkstatt Demokratie werden und mitmachen - über das Lesen auf SZ.de und in der Süddeutschen Zeitung hinaus. Über mögliche Antworten auf die Frage, zu der auch SZ-Autorinnen und -Autoren recherchiert haben, wollen wir in dieser vierten Runde der Werkstatt Demokratie wieder gemeinsam mit Ihnen debattieren. 

Das macht mit Abstandsregeln, Mundschutz und Ansteckungsrisiko im Hinterkopf nur halb so viel Freude, daher verlegen wir die Werkstatt Demokratie wie so vieles andere ins Netz. Die Plätze in den Workshops selbst sind limitiert, hier können Sie auch ohne Anmeldung mitdiskutieren. Weil es Austausch und konstruktive Auseinandersetzung gerade in diesen schwierigen und sozial heruntergedimmten Zeiten braucht. 

Wir halten Sie über Neues aus der Werkstatt regelmäßig auf dieser Seite auf dem Laufenden, bringen die Infos aber auch direkt zu Ihnen: Wenn Sie möchten, folgen Sie uns auf Twitter (@SZ_Demokratie) und werden Sie Mitglied in unserer Facebook-Gruppe. Mailen Sie uns, was Sie bewegt (mit einem kurzen Hinweis, wenn Sie auch in unseren Verteiler aufgenommen werden möchten).

Warum das alles?

Weil wir mit Ihnen reden, diskutieren, streiten wollen - und Ihnen Raum und Gelegenheit geben wollen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die vielleicht eine ganz andere Sichtweise haben sowie andere Vorstellungen und Ideen mitbringen. Wir wollen aber beim miteinander Reden und Streiten nicht aufhören, sondern übers Diskutieren online und in den Workshops gemeinsam zu Lösungsansätzen kommen - für eine bessere Gesellschaft. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. Erste Ansatzpunkte, wie das gehen kann, und mehr Hintergrund zum Projekt lesen Sie hier:

Was steckt hinter dem Projekt?

Die Werkstatt Demokratie ist aus zwei SZ-Projekten hervorgegangen: Wir haben sowohl mit dem Democracy Lab als auch mit Die Recherche gute Erfahrungen gemacht und führen in der Werkstatt beides zusammen. Interessierte können - entsprechend dem Prinzip von Die Recherche - über Themen abstimmen und so der Redaktion einen Arbeitsauftrag geben. Und sie können, wie im Democracy Lab, über Ihre Themen online und offline diskutieren. Wir verbinden aber nicht nur Recherche und Diskurs noch stärker, sondern begreifen die Werkstatt Demokratie als etwas, in dem gemeinsam und demokratisch an dem gearbeitet werden kann, was dieses Land bewegt.