Ganz normale Traumjobs

Die meisten Menschen mit schwerer Behinderung arbeiten in Werkstätten. Duygu Özen, Leonie Geißelhardt und Lew Wagle ist die Flucht aus diesem System geglückt.

Von Thorsten Schmitz (Text) und Stefanie Preuin (Fotos)

Langsam fährt Duygu Özen in ihrem Rollstuhl zu einem freien Büroschreibtisch, Kirschen hat sich die 23-jährige Berlinerin für ihre Mittagspause in dem Co-Working-Place in Wedding mitgebracht, Pfirsiche und Schokoriegel. "Ich bin so froh", sagt sie, "hier zu arbeiten."

Langsam fährt Duygu Özen in ihrem Rollstuhl zu einem freien Büroschreibtisch, Kirschen hat sich die 23-jährige Berlinerin für ihre Mittagspause in dem Co-Working-Place in Wedding mitgebracht, Pfirsiche und Schokoriegel. "Ich bin so froh", sagt sie, "hier zu arbeiten."

Ein paar Kilometer weiter südlich, in Steglitz, sortiert Leonie Geißelhardt in der der Ingeborg-Drewitz-Stadtteilbibliothek ausgeliehene Kinderbücher zurück. Die 20-Jährige mit dem Down Snydrom prüft Signaturen und sortiert die Bücher wieder an ihren richtigen Platz. Manche findet sie so interessant, dass sie darin blättert. Sie liebt Bücher. Über ihren Job sagt sie: "Ich bin hier sehr glücklich."

Ein paar Kilometer weiter südlich, in Steglitz, sortiert Leonie Geißelhardt in der der Ingeborg-Drewitz-Stadtteilbibliothek ausgeliehene Kinderbücher zurück. Die 20-Jährige mit dem Down Snydrom prüft Signaturen und sortiert die Bücher wieder an ihren richtigen Platz. Manche findet sie so interessant, dass sie darin blättert. Sie liebt Bücher. Über ihren Job sagt sie: "Ich bin hier sehr glücklich."

Lew steht in der Küche des Pastaladens in Weißensee, die Hände mehlweiß. Sie rollen Gnocchiteig zu einer langen Wurst. Immer mal wieder hat der athletische 19-Jährige Praktika in Behindertenwerkstätten gemacht - und dabei gelitten. Seinen Eltern hat er gesagt: "Nie wieder!" Jetzt absolviert er im italienischen Restaurant eine zweijährige Ausbildung zum Koch. Wie es ihm geht? Er schaut seinen Chef Alberto Porcheddu an und strahlt über beide Backen.

Lew steht in der Küche des Pastaladens in Weißensee, die Hände mehlweiß. Sie rollen Gnocchiteig zu einer langen Wurst. Immer mal wieder hat der athletische 19-Jährige Praktika in Behindertenwerkstätten gemacht - und dabei gelitten. Seinen Eltern hat er gesagt: "Nie wieder!" Jetzt absolviert er im italienischen Restaurant eine zweijährige Ausbildung zum Koch. Wie es ihm geht? Er schaut seinen Chef Alberto Porcheddu an und strahlt über beide Backen.

Duygu Özen, Leonie Geißelhardt und Lew Wagle sind drei junge Menschen, die Jobs haben, die ihnen Spaß machen. Klingt banal. Ist es aber nicht. Sie mussten gegen Sachbearbeiter in Arbeitsämtern kämpfen, die in ihnen nur behinderte Menschen gesehen haben. Sachbearbeiter, die nach Aktenlage entschieden haben und sie in Werkstätten schickten. Aber Duygu Özen, Leonie Geißelhardt und Lew Wagle wollten sich nicht vorschreiben lassen, wie ihr künftiges Leben auszusehen hat. Ihre Geschichten sind daher auch: Befreiungsgeschichten.

Duygu Özen, Leonie Geißelhardt und Lew Wagle sind drei junge Menschen, die Jobs haben, die ihnen Spaß machen. Klingt banal. Ist es aber nicht. Sie mussten gegen Sachbearbeiter in Arbeitsämtern kämpfen, die in ihnen nur behinderte Menschen gesehen haben. Sachbearbeiter, die nach Aktenlage entschieden haben und sie in Werkstätten schickten. Aber Duygu Özen, Leonie Geißelhardt und Lew Wagle wollten sich nicht vorschreiben lassen, wie ihr künftiges Leben auszusehen hat. Ihre Geschichten sind daher auch: Befreiungsgeschichten.

Wie die von Lew Wagle  19 Jahre alt ist er, sieht mit seinen blonden Locken und dem braunen Teint aus wie ein Surfer. Lew träumt von einer Karriere als Schauspieler oder Youtubestar. Doch das Arbeitsamt befand nach einem zweitägigen Test: Behindertenwerkstatt.  Menschen mit Behinderung müssen grundsätzlich bei der Arbeitsagentur vorstellig werden, um einen Förderstatus zu bekommen, der ihnen wiederum eine Grundrente sichert für den Fall, dass sie ihren Beruf frühzeitig aufgeben müssen.

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