Essay

Macht mal Lärm!

Von Philipp Bovermann und Camilla Kohrs

Ende Mai vergangenen Jahres zogen Zehntausende junge Berliner los, um die Party des Jahres zu feiern. Sie strömten aus den Clubs, zum Großen Stern und die Straße des 17. Juni hinunter, den Wagen hinterher, aus denen Technomusik schallte.

Ende Mai vergangenen Jahres zogen Zehntausende junge Berliner los, um die Party des Jahres zu feiern. Sie strömten aus den Clubs, zum Großen Stern und die Straße des 17. Juni hinunter, den Wagen hinterher, aus denen Technomusik schallte.

Sie hatten Schilder dabei, darauf Sprüche wie „Zu Angst und Hass können wir nicht tanzen“ oder „Dichte Menschen statt dichte Grenzen“. Ihre Waffen: Glitzer und Konfetti. „AfD wegbassen“ nannte sich die Demo, die nicht wie eine Demo aussah. Eher wie die Loveparade, nur mit konkreten politischen Inhalten.

Sie hatten Schilder dabei, darauf Sprüche wie „Zu Angst und Hass können wir nicht tanzen“ oder „Dichte Menschen statt dichte Grenzen“. Ihre Waffen: Glitzer und Konfetti. „AfD wegbassen“ nannte sich die Demo, die nicht wie eine Demo aussah. Eher wie die Loveparade, nur mit konkreten politischen Inhalten.

Viele Straßenproteste sehen heute so aus. Wie 2016 in Köln, als eine „Spaß-Guerilla“ mit Partyhüten, Masken und Musik die Besichtigung einer teuren Mietwohnung sprengte. Wie 2017 in Washington, als zweihundert LGBTQ- und Klimaaktivisten vor dem Haus von Ivanka Trump tanzten. Wie im Mai 2019, als auf den Straßen von Wien zur Musik der Vengaboys der Rücktritt Straches gefeiert wurde: „Whoah! We’re going to Ibiza!“

Politischer Protest ist wieder voll da, überall gehen die Menschen in Deutschland auf die Straße. Im Vergleich zu 2007 hat sich die Gesamtzahl der Teilnehmer aller Demos in Berlin im Jahr 2018 mehr als verdoppelt, in Stuttgart sogar fast verfünffacht.

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