Große Geschichte

Als wir wild waren

Uschi Obermaier zeigt SZ-Reporter Michael Althen ihr München, in dem Schwabing die Mitte der Welt war.

Im Format Große Geschichte leben bedeutende Reportagen aus sieben Jahrzehnten SZ-Journalismus wieder auf. Diesmal trifft Michael Althen das It-Girl der 68er-Bewegung Uschi Obermaier und flaniert mit ihr durch Schwabing. Der Artikel ist im August 1994 unter dem Titel "Mit Uschi zwischen Sein und Schein" erschienen. Die Rechtschreibung entspricht der Entstehungszeit.

München, im August 1994 – Wir sind leider nicht in Frankreich. Dort gibt es die schöne Sitte, die Büste der Marianne, die in jedem Rathaus steht, der jeweils schönsten Frau des Landes nachzubilden. Einst war das Brigitte Bardot, später dann Cathérine Deneuve, und irgendwann wird es vielleicht Juliette Binoche sein. Gäbe es in München einen ähnlichen Brauch, dann würde das Münchner Kindl vermutlich die Züge von Uschi Obermaier tragen und nun in jeder Amtsstube stehen. Dabei zierte sie vor gut einem Vierteljahrhundert als Pin-up die Wände von Kfz-Werkstätten und WG-Toiletten, hatte nur eine Jeans an und warb für die Liebe und alles, was damals sonst noch so in Mode war. Sie war also der Traum all jener, die aus dem ein oder anderen Grund der Mode immer hinterherhinken - also fast aller. Aus dem Himmel dieser Träume kommt Uschi Obermaier hinabgestiegen auf die Leopoldstraße, direkt ins Café Venezia, wo der Korrespondent ein lauschiges Eck ausgesucht hat.

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